Monatsarchive: November, 2017

Auskunft Nr. 2017-01: Seda

Frage:

Liebe Mundart-Experten, könnt ihr erklären, woher der Ausdruck «Seda» stammt, wenn man jemandem etwas gibt, und zu welchem Dialekt er gehört?

Antwort:

Über oder se (da) hets a lenga Artikù im Band 7 vom Schwizerische Idiotikon. , se, ssä sygi eerschtens a Interjektion, auso as Usruefwort, «zur Erregung der Aufmerksamkeit». As het d Bedütig «hee, pass uuf» i Sätz wi Sä, du Tschaupi, du trappisch mer uf d Hüenerouge oder sä, wo brönnts u d Bedütig «la gsee, chomm» i Sätz wi Sä, trink doch oo oder sä, los nöijis.
Zweitens – wy hütt vor alùm – hiisst «da, nimm» ù begleitet ds Gää. Wy bi tiens u tenez im Französische gits zu o di auti Höflichkiits- oder Pluralform sänd oder sät. Sänd, das isch üüwers oder sät, da heit dr non es Trinkgäutli. Bi üüs im Senslerdütsche gits analog zu de wäutschi Luttig no (da) oder tschä! Sozsääge a Müschig zwüschem aute germanische ù Französisch tiens.
Dem Wort het mù scho im Gootische chene begägne, ara germaanischi Spraach, wo lengschtens uusgschtorben isch. As isch auso uuraut. Im Authoochdütsche het mù probiert, das Ruefwort a ds Weerb sehen aazlääne; drum gits für di schrüftdütschi Übersetzig «lass sehen». , ssä het aber weder mit «sehen» no mit «saisir» epis z tüe, as isch as Wort für sich.
Ursprünglich gits daas auso i aune Tütschschwyzer Dialäkt – ù no drùberuus.

Antwort von Christian Schmutz, Radio SRF

Mitgliederversammlung 2017 am 18. Nov.

Die jährliche Mitgliederversammlung findet in diesem Jahr am 18. Nov. 2017 in Bern statt. Wir treffen uns ab 10:30 Uhr im Restaurant Beaulieu an der Erlachstrasse 3 in 3012 Bern. Besonderer Programmpunkt: Christine Rothenbühler erzählt „D Späckomelette“ – grusligi Sage us de Alpe.

Gäste sind willkommen!

Anmeldung bis am 11. Nov. unter: https://beta.doodle.com/poll/pbck7qzdxcnm8zc9