Vorstand

Der Vorstand des mundartforums (ehemals Verein Schweizerdeutsch) besteht aktuell aus folgenden Personen (Stand nach Wahlen an der GV 2021) :

Luzius Thöny (Präsident und Webmaster), Dr. phil., Germanist
Martina Heer (Vizepräsidentin), MA, Germanistin/Doktorandin
Sandro Bachmann, MA, Germanist/Doktorand
Anne-Regula Keller, Journalistin BR im Unruhestand
Rolf Landolt, dipl. geogr.
Manuela Weibel, MA, Sprachwissenschaft/Computerlinguistik
Vanessa Zingg, Kaufmännische Fachfrau


Anne-Regula Keller

Über mich: Bereits in drei unterschiedlichen Dialekten aufgewachsen und früh durch die Eltern sowie dann den Deutschlehrer sensibilisiert, vertiefte ich mich während meiner Studienzeit an der Uni Zürich neben der Volkskunde besonders in die Dialektologie.

Später erschlossen sich mir die faszinierenden Unterschiede innerhalb des Schweizerdeutschen während langen Lebensphasen in drei unterschiedlichen Landesregionen, zum Teil an Schnittstellen zu weiteren Dialekten. So blieb meine Begeisterung für den sprachlichen Reichtum in der Deutschschweiz und seine kulturellen Anwendungen am Kochen, obwohl für mich als Journalistin die Standardsprache mein Werkzeug war.

Mit meinem Engagement für eine möglichst umfassende Webplattform für alle Bereiche, die mit Mundart zu tun haben, hoffe ich, auch andere begeistern zu können für die lebendige, vielfältige Sprachkultur der (Deutsch-)Schweiz.

Luzius Thöny

Über mich: Aufgewachsen bin ich in Uster (Kanton Zürich), lebe und arbeite derzeit aber als „Expat“ im Kanton Bern. Von Beruf bin ich Germanist und als Redaktor beim Projekt Ortsnamenbuch des Kantons Bern an der Universität Bern tätig. Mich faszinieren alte und neue Sprache aller Art, wobei ich besonders gerne alten, in Vergessenheit geratenen Wörtern nachforsche. Beruflich beschäftige ich mich besonders mit der Geschichte der germanischen Sprachfamilie und mit der Toponymie der Deutschschweiz. Daneben interessiere ich mich für Geschichte und Archäologie, Typografie und Schriftgestaltung, Landschaftsfotografie und Linux.

Sandro Bachmann

Über mich: Bereits in der Primarschule habe ich mich im Laden manchmal gefragt, warum denn eigentlich „Guetzli“ auf der Packung steht und nicht „Biscuit“. Es war mir schleierhaft, wie es zu dieser seltsamen Bezeichnung kam. Wer um Himmels willen würde schon „Guetzli“ sagen? Etwas später erfuhr ich dann, dass viel mehr Leute in der Schweiz „Guetzli“ sagen als „Bisgui“. Und das ist das Faszinierende am Dialekt: Dialekt ist vielfältig und durchdringt (mindestens in der Schweiz) alle Lebenslagen. Doch Dialekt ist für mich nicht nur Heimat, Dialekt ist auch ein interessantes Forschungsterrain. Als Sprachwissenschaftler fasziniert mich nicht nur der außerordentliche Facettenreichtum auf solch kleinem Raum wie der Schweiz, sondern auch, wie es auf der anderen Seite der Grenze weitergeht, und zwar auf der geografischen sowie auf der zeitlichen Ebene. Die Grammatik des Schweizerdeutschen (und von Dialekten allgemein) ist eine Fundgrube für jeden Linguisten. Dialekte sind im Gegensatz zu Standardsprachen viel natürlicher, viel dynamischer. Sie sind wie „Guetzli“, man muss sie sich auf der Zunge zergehen lassen.

Martina Heer

Über mich: Als ich mit sechs Jahren von der Innerschweiz in die Ostschweiz umzog und die Kinder um mich herum nun auf der Giireizlä und nicht mehr auf dem Riitiseili schaukelten und niemand mehr wusste was ein Tröpsli ist, jedoch alle von Zältli sprachen, da war mir klar, dass ich mich neben der neuen geografischen Umgebung auch in einer neuen Dialektlandschaft befand. Mein Interesse an den unterschiedlichen Dialekten in der Schweiz wurde damals geweckt und die Freude an der Dialektvielfalt begleitet mich bis heute – nicht nur durch meine Beschäftigung mit Familien-, Flur- und Siedlungsnamen, sondern auch durch die Lektüre von Mundartliteratur.