Kategorie «Allgemein»

Sproochschatz! – Das Sprachförderprojekt für die Kinder von Basel ist erschienen

Mit einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Anlass im Grossratssaal des Basler Rathauses wurde am 28. August 2019 das Erscheinen des „Sproochschatzes“ gefeiert, ein Sprachförderprojekt für Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter. Der „Sproochschatz!“ besteht aus einem bunt illustrierten Buch sowie einer CD mit Liedern im baseldeutschen Dialekt. Dazu ist eine Schatzkiste mit Puppen und Figuren der Geschichte sowie einem Kartenspiel erhältlich.

Der Verlag schreibt dazu:

Spielerisch die Baseldeutsche Mundart entdecken

CD mit 18 neuen Basler Liedern

Mit Texten und Liedern von Michael Luisier und Zeichnungen von Nicolas d’Aujourd’hui

In einem Spiel mit Geschichten und Liedern, Sprüchen und Versen lernt Lea auf einem Spaziergang mit ihrem Grossvater Edgar und dem Papagei Rico nicht nur die Stadt, sondern auch deren Dialekt neu kennen. Sie erlebt unterwegs fantastische Abenteuer mit den Tieren, die sich in der Stadt an verschiedenen Orten finden lassen. Dabei entdeckt sie die Freude an der Sprache, die sie von nun an hegt und pflegt, als sei sie ein wertvoller Schatz, den es ständig zu vergrössern gilt.

Das Bilder- und Liederbuch Sproochschatz beinhaltet eine spannende Geschichte, illustriert mit zahlreichen Bildern, und eine CD mit Liedern zum Mitsingen.

Das Projekt entstand auf Initiative der Basler IG Dialekt, einer mit dem Mundartforum assozierten Gruppierung, die sich für den Basler Dialekt einsetzt, unter federführender Leitung von dessen Co-Präsidenten Felix Rudolf von Rohr. Erschienen ist das Buch im Christoph Merian Verlag, Basel. Es wurde von verschiedenen Stiftungen finanziert.

Schweizerdeutsch 1930/2020 – Ein Blick in die sprachliche Vergangenheit der Schweiz

Forscher der Uni Zürich und der ETH Zürich haben ein gemeinsames Citizen-Science-Projekt zum Schweizerdeutschen lanciert. Die Web-Version des Angebots ist nun online: https://wenker.citizenscience.ch/

Die Projektverantwortlichen schreiben dazu:

In den 1930er Jahren haben Lehrer und Schüler in der Schweiz in ca. 70’000 Sätzen auf insgesamt rund 1700 Fragebögen das Schweizerdeutsche schriftlich festgehalten. Heute können alle an Dialekten interessierten Personen mithelfen, diesen linguistischen Schatz zu erforschen:


Variante 1) Wenn Sie etwas über das Schweizerdeutsche vor beinahe hundert Jahren erfahren wollen, machen Sie mit beim Transkribieren

Variante 2) Wenn Sie selbst Schweizerdeutsch sprechen, übersetzen Sie die Sätze in Ihre heutige Alltagssprache

Natürlich können Sie auch beides kombinieren. Egal in welcher Form Sie sich beteiligen, helfen Sie Forschenden zu verstehen, wie sich das Schweizerdeutsche in den letzten 100 Jahren verändert hat

Mehr Informationen zum Mitmachen finden Sie unter https://wenker.citizenscience.ch/ und https://www.youtube.com/channel/UCWkChwiqiX3jIC7oebyRyAw?view_as=subscriber .

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Glarnertüütsch-Kolumnen, verfasst von der Academia Glaronensis, und «Bettmümpfeli»

Am Samstag, 10. November ist die erste Glarnertüütsch-Kolumne der Academia Glaronensis erschienen («Südostschweiz/Glarus»), die deren Aktive jetzt im Turnus schreiben werden. Sie führen damit die Kolumne des verstorbenen Hans Rhyner-Freitag weiter.

Auf der gleichen Zeitungsseite ist auch die Buchbesprechung für ein neues Bilderbuch in Glarner Mundart abgedruckt, die ebenfalls unter Mitwirkung der Academia Glaronensis enstanden ist. Es trägt den Namen «Bettmümpfeli», Guetnachtgschichtli vum Megerlimuggi uf Glarnertüütsch. Weitere Informationen unter http://www.pekkele.ch/

>>>> Seite als PDF herunterladen

Gschmöis, die neue App zum Schweizerdeutschen

Dass Berner Täfeli, Zürcher aber Zältli zu einem Bonbon sagen, ist bekannt. Ebenso, dass das berühmte Chuchichäschtli bei den Bündnern Kuchikäschtli heisst. Die einzelnen schweizerdeutschen Dialekte zeigen aber nicht nur beim Wortschatz und in der Aussprache Besonderheiten, sondern etwa auch im Satzbau. So braucht man in der westlichen Deutschschweiz Kleingeld für es Billet z chaufe, in der östlichen Deutschschweiz hingegen zum es Billet z chaufe. Solche Unterschiede erfasst die App gschmöis.
Alle zwei Wochen erscheinen neue Fragen, bei denen die Nutzer und Nutzerinnen Sätze übersetzen, Wörter aufnehmen und aus verschiedenen Varianten auswählen können, welche sie selbst verwenden.
Die Resultate der beantworteten Fragen lassen sich direkt auf Live-Karten anschauen. Somit erlebt man dialektologische Forschung in Echtzeit. Wenn Deutschschweizer plötzlich vom Frühstück statt vom Zmorge reden oder sich das ostschweizerische Hoi! als Begrüssung ausbreitet, muss das nicht das Ende der Dialektvielfalt einläuten. Denn grammatische Unterschiede zeichnen weiterhin die verschiedenen Dialekte aus. Die App verschafft damit den Usern auch einen Eindruck, auf welch vielfältige Weise sich die schweizerdeutschen Dialekte voneinander unterscheiden.
Die App wurde an der Universität Zürich von Elvira Glaser, Sandro Bachmann, Anja Hasse und Daniel Wanitsch entwickelt und erschien am 1. August 2018 im Apple App Store und im Google Play Store.
Mehr Informationen zur App erhalten Sie auf der Webseite www.gschmois.uzh.ch; auf dem neusten Stand bleiben Sie auf den Social-Media-Kanälen auf Twitter und Facebook unter @gschmois und auf Instagram unter @gschmois_app.

 

 

Ankündigung: Jubiläumsanlass des VSD am 15. Dez. 2018

Der Verein Schweizerdeutsch wurde im Jahr 1938 von Adolf Guggenbühl und Eugen Dieth als «Bund Schwyzertütsch» zum Schutz der Schweizer Mundart und Dialektvielfalt gegründet. Seit 1990 heisst er «Verein Schweizerdeutsch». In diesem Jahr feiert der Verein sein 80-jähriges Bestehen.

Zur Feier des Jubiläums veranstaltet der Verein im Dezember 2018 einen Jubiläumsanlass, an dem unsere Mundarten ganz im Vordergrund stehen sollen. Ziel ist es insbesondere, den VSD wieder stärker als Dachorganisation verschiedener dialektinteressierter und -pflegerischer Lokalgruppen zu etablieren. An der im Rahmen des Jubiläumsanlasses stattfindenden Generalversammlung sollen ausserdem die Vereinsstatuten überarbeiten und der Verein so fit für das 21. Jahrhundert gemacht werden.

Die Jubiläumsveranstaltung wird am 15. Dezember im Schloss Greifensee stattfinden. Ein detailliertes Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle bekanntgegeben.

PS: Über unser Jubiläum wurde am Do., 26. April, in der “Schnabelweid” berichtet (ab 21 Uhr auf Radio SRF1; Aufzeichnung, ab 43:10 min).

Themendossier des Instituts für Mehrsprachigkeit: Schweizerdeutsch & Schule

Das Institut für Mehrsprachigkeit an der Universität Freiburg i.Ü. sammelt seit vielen Jahren Literatur zur Mehrsprachigkeit in der Schweiz. Die gesammelte Literatur wird online in einem Webportal öffentlich zugänglich gemacht. Das Webportal enthält u.a. auch ein Themendossier zum Thema „Schweizerdeutsch & Schule“, in welchem eine grosse Zahl an Publikationen (Zeitungsartikel, Zeitschriftenartikel usw.) zu diesem Thema verzeichnet ist.

Die Bearbeiter des Themendossiers schreiben dazu folgendes:

Das Dossier «Schweizerdeutsch und Schule» erlaubt Einblicke in die Didaktik sowie in das Nachdenken über das Nebeneinander von Dialekt und Standardsprache in der Schule. Bibliographiert wurden Lehrmittel, Presseberichte, graue Papiere und wissenschaftliche Studien von den 1950er Jahren bis in die jüngste Gegenwart.

Aus technischen Gründen ist leider eine direkte Verlinkung auf das Themendossier nicht möglich. Der Zugriff auf das Themendossier gelingt wie folgt:

Zum Tod von Hanery Amman

Nachrufe:

Aus seiner Feder stammten die Schweizer Hits, die vor allem Polo Hofer berühmt machten. Nun ist Hanery Amman im Alter von 65 gestorben. Mehr auf: Tages-Anzeiger

Die Seele des Mundartrock: Mehr auf: NZZ

Der begnadete Komponist und Pianist Hanery Amman schrieb Schweizer Musikgeschichte. Ein knappes halbes Jahr nach Polo Hofer ist auch der zweite Mundart-Pionier 65-jährig an Krebs gestorben. Mehr auf: Solothurner Zeitung

Mundartliteratur: Neuerscheinungen 2017

Läsiblüescht

Prättigauer und Davoser Dialekttexte aus 159 Jahren.
Herausgegeben von der Walservereinigung Graubünden

ISBN: 978-3-909210-05-3
Walservereinigung Graubünden
erhältlich bei der Druckerei Landquart und im Buchhandel.
Peter Eggenberger: Vo gschiide ond tomme Lüüt

Vo gschiide ond tomme Lüüt“ von Peter Eggenberger, 124 Seiten, illustriert, Appenzeller Verlag, Fr. 22.–, erhältlich im Buchhandel, beim Verlag und beim Autor (ISBN 978-3-85882-761-6)
(10. Buch der Reihe „Kurzgeschichten im Kurzenberger Dialekt“)

Die Verlagszeitschrift „Die Zeile“ zur Neuerscheinung: „Erstaunliche Zwischenfälle und schier unglaubliche Tatsachen prägen dieses Buch. Im Mittelpunkt stehen Leute wie du und ich. Menschen, die intelligent und witzig-schlau agieren oder aber sich reichlich naiv verhalten…“

Dialekt-Kenner Christian Schmid, Radio SRF: Eggenberger ist ein Profi. Er schreibt witzige runde Geschichten und erzählt diese gekonnt. Die Zusammenarbeit mit ihm ist jedes Mal ein Vergnügen.